Mehrgattungshybriden

Odontocidium Tiger Grow

Hybriden
In der Natur werden Orchideen von Insekten bestäubt, die sie mit ihren Blüten auf verschiedene Arten anlocken. Oft ist es die auffällige Farbe der Blüte der Grund für Insekten die Blüten anzufliegen.
Bei einigen Arten wie zB. den Brassia Orchideen ist es die Form der Blüte, die eine spezielle Wespengattung anlockt. Es kann auch ein spezieller Duft sein, der Insekten veranlasst die Blüte aufzusuchen.
In jedem Fall werden die angelockten Insekten als Transporter für den Blütenpollen genutzt. Die Orchideenblüten sind so gebaut, das der Pollen an den Körpern der Insekten kleben bleibt und die nächste aufgesuchte Blüte unbeabsichtigt mit dem Pollen der ersten befruchtet wird.
Da die Insekten immer von den Merkmalen der selben Orchideen  Art oder zumindest der selben  Gattung angelockt werden, wird auf diesem Weg der Erhalt der von den jeweiligen Insekten bevorzugten Orchideen Art gesichert.


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Multihybriden
Wenn die Insekten unterschiedliche Orchideen Arten innerhalb einer Orchideen Gattung anfliegen und diese befruchten entsteht eine Hybride.
Sie trägt die Gene beider Elternpflanzen in sich.
Ihre Blüte wird die Farben und Formen beider Elternpflanzen vermischen, und diese neue Mischung an ihre Kinder weitergeben. Eine neue Orchideen Art ist entstanden.
Dies kommt in der Natur relativ häufig vor und wir kennen diesen Vorgang als Evolution.

Cattleytonia Jamaica Red Arne and Bent Larsen or A./B. Larsen [CC BY-SA 2.5 dk], via Wikimedia Commons
Wenn Orchideenzüchter im Gewächshaus Orchideen züchten übernehmen sie die Rolle der Insekten in der Natur.
Die Züchter wählen Orchideen aus und bestäuben sie mit der Hand. Auf diese Art lässt sich das Ergebnis in gewissen Grenzen steuern um ein gewünschtes Ergebnis zu erreichen.
Kreuzt man mehr als zwei Orchideen innerhalb einer Gattung erhält man eine sogenannte Multihybride, die die Eigenschaften mehrerer Orchideen vereinigt. Auf diese Art entstehen die meisten Phalaenopsis Orchideen, die wir heute im Handel kaufen können.

Mehrgattungshybriden
Anfang des vergangenen Jahrhunderts, Orchideen der Tropen wurden in Europa immer bekannter und beliebter, begannen Orchideenzüchter Orchideen verschiedener Gattungen untereinander zu kreuzen, um die zunehmende Nachfrage nach ungewöhnlichen farbenprächtigen Orchideen zu befriedigen.

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So kreuzte der Belgische Orchideenliebhaber Charles Vuylsteke 1911 aus Orchideen der drei Gattungen Miltonia, Odontoglossum und Chochlioda die erste Mehrgattungshybride, die unter dem Namen Cambria bekannt wurde ihm zu Ehren Vuylstekeara Cambria genannt wurde.

Colmanara massai von Maja Dumat from Deutschland (Germany) (Colmanara massai) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons
Eine weitere weitere bekannte und heute in jedem gut sortierten Baumarkt erhältliche Mehrgattungshybride ist die Burrageara, die 1927 in Amerika von Albert C. Burrage aus Orchideen der Gattungen Oncidium, Miltonia, Odontoglossum und Cochlioda gezüchtet wurde.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Mehrgattungshybriden, die aus allen bekannten Orchideengattungen gekreuzt wurden. Ihren Gattungsnamen erhalten sie dabei, wenn nicht der Züchter, wie bei den beiden genannten Orchideengattungen Vuylstekeara und Burrageara, geehrte werden soll, aus einer Zusammensetzung der Gattungsnamen der einzelnen beteiligten Orchideengattungen.

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So entstanden die auf den Bildern dieser Seite vorgestellten Orchideen aus:

Odontoglossum x Oncidium => Odontocidium
Broughtonia x Cattleya => Cattletonia
Miltonia x Odontoglossum x Oncidium => ColmanaraBrassavola x Laelia x Cattleya => Brassolaeliocattleya
Sophronitis x Laelia x Cattleya => Sophrolaeliocattleya

Brassolaeliocattleya Toshie Aoki x SLC Mini von Arne and Bent Larsen or A./B. Larsen [CC BY-SA 2.5 dk], via Wikimedia Commons
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Sophrolaeliocattleya Twilight Love St EmilionArne and Bent Larsen or A./B. Larsen [<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/dk/deed.en">CC BY-SA 2.5 dk</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AA_and_B_Larsen_orchids_-
Sophrolaeliocattleya Twilight Love St EmilionArne and Bent Larsen or A./B. Larsen [CC BY-SA 2.5 dk], via Wikimedia Commons
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