Burrageara

Burrageara Nelly Isler
Burrageara Nelly Isler

Burrageara
Wie die Cambria Hybriden ist auch die Burrageara eine Mehrgattungshybride.
Sie entstand durch die Kreuzung von Orchideen vierer unterschiedlicher Orchideengattungen durch Züchterhand in der ersten Hälte des vergangenen Jahrhunderts im Gewächshaus.
Die Burrageara wurde 1927 von dem Amerikaner Albert C. Burrage, dem Präsidenten der Amerikanischen Orchideen Gesellschaft, aus Orchideen der Gattungen Oncidium, Miltonia, Odontoglossum und Cochlioda gezüchtet.
Ihre bis zu 5cm großen roten Blüten, die an die Blüten von Stiefmütterchen erinnern, lassen Orchideen der Gattung Miltonia leicht als Elternteil erkennen.
Die bekanntesten Burrageara Hybriden sind die Sorten Burrageara Stefan Isler und Burrageara Nelly Isler, die im Handel oft auch als Cambria „Nelly Isler“ angeboten wird. Die Burrageara gehört zu den duftenden Orchideen. Ihre Blüten verbreiten einen intensiven Duft, der an Rosen erinnert.


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Kulturansprüche
Die Burrageara lässt sich relativ leicht in der Wohnung halten, wenn man einige Regeln beachtet.
Die aus Süd- und Mittelamerika stammenden Eltern der Burrageara haben ihr ihre Vorliebe für einen nicht zu warmen und halbschattigen Standort vererbt.
Die Burrageara darf vor allem im Sommer nicht an einem zu hellen Südfenster stehen. Stehen sie zu hell, ist das relativ leicht an den Blättern zu sehen, die zuerst heller, dann gelb werden um schließlich von der Spitze her zu vertrocknen.
Am wohlsten fühlt sich die Burrageara auch im Sommer an einem kühlen Standort.
Sie bevorzugt im Sommer Temperaturen die zwichen 16°C und maximal 22°C liegen sollten. Hier muß man aufpassen. Hinter einem Fenster kann es je nach Sonnenstand schnell zu warm werden.

Burrageara Pololei Flame by Ryan Somma (Flickr) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons
Burrageara Pololei Flame by Ryan Somma (Flickr) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons
Im Winter dürfen die Temperaturen auf 12°C bis 15°C absinken.
Die Burrageara benötigt wie alle Orchideen eine hohe Luftfeuchte. Sie sollte mindestens 60% betragen.
Um die gewünschte Luftfeuchte in der Wohnung zu erreichen sollten die Orchideen täglich mit weichem Wasser angesprüht werden.
Bei mir steht die Burrageara Nelly Isler, nachdem sie in der Küche am Ostfenster stark knitterte und nicht blühte, mittlerweile im mäßig geheizten Badezimmer an einem Nordfenster.
Hier findet sie wohl bessere Standortbedingungen. Sie wächst relativ stark und hat wie die Phalaenopsis im vergangenen Jahr bereits mehrmals geblüht.
Da sie keine festgelegten Ruhezeiten einlegt, hält sie sich mit ihrer Blüte nicht an bestimmte Jahreszeiten.
Schneidet man verblühte Blütenstiele ab, treibt die Burrageara relativ schnell neue, auch oft mehrere Blütenstiele gleichzeitig, die bis zu 60 cm lang werden können.
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Burrageara Knitterwuchs
Burrageara Knitterwuchs

Giessen und Düngen
Die Burrageara muß je nach Jahreszeit und Temperatur ein bis zweimal pro Woche durchdringend gegossen oder getaucht werden. Im Sommer bei höheren Temperaturen öfter als bei niedrigeren Temperaturen, bei denen das Substrat nicht so schnell abtrocknet.
Wie bei allen Orchideen vertragen ihre Luftwurzeln keine Staunässe. Die Luftwurzeln würden faulen und die Orchidee absterben.
Ebenso wichtig ist es bei einer Burrageara, dass sie niemals vollständig austrocknet.
Was bei einer Phalaenopsis kein Problem darstellt führt bei der Burrageara unweigerlich zum Knitterwuchs. Hier ist sie genauso empfindlich wie ihre Mutter, die Miltonia, die bei ausgetrocknetem Substrat ebenfalls knittert.
Dieser Knitterwuchs kommt durch einen Wachstumsstopp der Orchideen bei zu trockenem Substrat zustande. Ist das Substrat wieder ausreichend feucht, wächst die Orchidee weiter. Es bleibt ein Knick im Blatt, der nicht mehr heraus wächst, der Pflanze aber nicht schadet. Die Blühfähigkeit der Pflanze ist durch den Knitterwuchs nicht beeinträchtigt.

Gedüngt werden sollte die Burrageara alle zwei bis drei Wochen, auch in Abhängigkeit von der Anzahl der Giessgänge im Sommer häufiger als im Winter. Hierfür ist ein spezieller Orchideen Dünger* zu verwenden. In diesen speziellen Orchideen Düngern sind die einzelnen Nährstoffe nur schwach konzentriert, so das die Salz empfindlichen Luftwurzeln der Orchideen nicht verbrennen können.


Umtopfen, Substrat
Die Burrageara ist eine sympodial wachsende Orchidee. Aus ihrem Rhizom treibt sie nebeneinander neue Triebe, nachdem der letzte Trieb geblüht hat und in den kommenden Jahren abstirbt. Alle zwei bis drei Jahre wird es ihr in ihrem Topf zu eng und sie müssen umgetopft werden. Sympodial wachsende Orchideen können beim Umtopfen durch Teilung vermehrt werden, wenn sie groß genug sind.

Getopft werden sollte die Burrageara in ein grobes Pinienrinde Substrat, dem für eine bessere Wasserhaltefähigkeit Sphagnum Moos oder ein Tongranulat zugemischt werden kann. Ein praktisches fertig gemischtes Substrat ist das Seramis Orchideen Substrat*. In ihm sind Pinienrinde mit einem Wasser speichernden Tongranulat in optimalem Verhältnis gemischt. Zusätzlich wird die saure Pinienrinde unter Verwendung Kalkstein auf einen Orchideen verträglichen pH-Wert von 5,7 erhöht.

Burrageara Nelly Isler
Burrageara Nelly Isler

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