Brassia Orchideen

Brassia Hybride Eternal Wind
Brassia Hybride Eternal Wind

Brassia Orchideen
Die Orchideen Gattung Brassia umfasst ca 50 Orchideen Arten, die in den Tropen Amerikas von Florida im Norden über die Karibik, Mexiko, Venezuela bis in den Norden Südamaerikas beheimatet sind.
Brassia Orchideen sind Epiphyten und können für Aufsitzerpflanzen recht groß werden.
Dies sollte bei der Haltung von Brasseen in der Wohnung bedacht werden.
Die Blüten der Orchideen Gattung Brassia sind für Orchideenblüten recht ungewöhnlich geformt. Mit ihren langen schmalen Blütenblättern, die Spinnenbeinen nicht unähnlich sehen, erinnern die Blüten der Brasseen an große bunte Spinnen.
Brasseen wachsen sympodial.
Aus ihrem Rhizom treiben sie Pseudobulben, die an der Spitze zwei bis drei lange schmale lanzettartige Blätter tragen.
Die Blütenstiele entspringen der Basis der Pseudobulben, an ihrer Spitze tragen sie die Blüten in einer zweireihigen Traube.


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Spinnenorchideen
Dem spinnenartige Aussehen der Einzelblüten verdanken Brassia Orchideen ihren deutschen Namen „Spinnenorchideen“.
Von den Orchideen ist diese Möglichkeit der Verwechlung der Blüte mit einer Spinne gewünscht. Brassia Orchideen nutzen ihr Aussehen gezielt zur Fortpflanzung der Gattung.
Einige der in den Tropen lebenden Wegwespenarten benutzen Spinnen als Wirt für ihre parasitär aufwachsenden Larven. Diese Wegwespen legen ihre Eier einzeln auf Spinnen ab.
Wenn die Wegwespe die Orchideenblüte, die sie für eine Spinne hält, anfliegt um an ihr ein Ei abzulegen, bleiben die Pollen der Orchidee an ihrem Körper kleben.
Mit diesem Pollen bestäubt sie dann unwissentlich die nächste Orchideenblüte, wenn sie diese anfliegt um ein weiteres Ei abzulegen.

Brassia verrucosa
Brassia verrucosa von Orchi (Selbst fotografiert) [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Kulturansprüche
Die Gattung Brassia stammt aus den Tropenregionen des Amerikanischen Kontinents und gehört somit zu den warm temperiert zu haltenden Orchideen.
Brasseen benötigen im Sommer bis zu 25°C und sollten nicht unter 20°C gehalten werden.
Im Winter kann die Temperatur auf 20°C bis 15°C gesenkt werden, Temperaturen unter 15°C werden nicht mehr vertragen.
Da die Gattung Brassia als Aufsitzer leben, benötigen sie auch in der Wohnung einen ausreichend belüfteten Standplatz, an dem aber kein Durchzug herrschen sollte.
Wie alle Epiphyten bevorzugen Brassia Orchideen einen hellen Standort, müssen aber vor allem im Sommer vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Nach Abschluss des Neuaustriebes legen Brasseen bevor sie Aufblühen eine etwa vier wöchige Ruhepause ein. Während dieser Ruhepause sollten sie warm stehen, wenig gegossen und nicht gedüngt werden. Wird diese Ruhepause nicht eingehalten, bleibt die Blüte aus.

Luftfeuchte, Giessen, Düngen
Die Luftfeuchte sollte wie bei allen Orchideen relativ hoch sein und 50%-70% betragen. In der Wohnung lässt sich eine solch hohe Luftfeuchte als Microklima herstellen, in dem man die Orchideen täglich mit einem Wasserzersteuber ansprüht. Die Orchideen können auch auf einen größeren Unterteller, der mit Blähton oder Kies gefüllt ist, gestellt werden. Füllt man den Unterteller mit Wasser erhöht die ständige Wasserverdunstung die Luftfeuchte.

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Brassen müssen während der Wachstumszeit stark gegossen werden und sollten nicht austrocknen. Im Winter können die Wassergaben reduziert werden. In der Ruhephase vor der Blüte, die im Sommer bis Herbst liegt, sollte das Giessen ganz eingestellt werden.

Da es sich bei Brasseen um recht große Orchideen handelt, sind sie auch entsprechend hungrig. Sie sollten während des Wachstums alle zwei Wochen mit einem speziellen Orchideendünger gedüngt werden. In der Ruhephase ist das Düngen vollkommen einzustellen, bis sich die Blüten öffnen.

Brassia arachnoidea von Orchi (Selbst fotografiert) [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Brassia arachnoidea von Orchi (Selbst fotografiert) [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Umtopfen, Substrat, Vermehren
Brasseen sollten alle zwei bis drei Jahre, spätestens aber wenn der Topf zu klein wird, umgetopft werden.
Umgetopft werden die Orchideen im Frühjahr, wenn der Neutrieb mindestens 10cm groß ist.
Bei dieser Gelegenheit kann die Orchidee auch gleichzeitig auf vegetativem Weg vermehrt werden.
Mit einem scharfen desinfizierten Messer kann das Rhizom zwichen zwei Pseudobulben geteilt werden, wenn die neuen Stücke mindestens zwei Pseudobulben besitzen.
Wählen sie den neuen Topf ausreichend groß, damit die Orchidee wachsen kann.
Brassia Orchideen klettern, dass heißt jeder neue Trieb wächst ein Stück höher als der letzte Trieb.
Setzt man die Orchidee schräg gegen die Wuchsrichtung in den Topf ist das Klettern aufgehoben.
Brassia Orchideen können aber auch mit einer Kletterhilfe aufgebunden werden, wenn sie zu groß werden.
Brassen benötigen ein lockeres Substrat, das zwar immer gleichmäßig Feucht gehalten werden muß, in dem es aber nicht zur Staunässe kommen kann. Bewährt haben sich fertig gemischte spezielle Orchideensubstrate wie das Seramis Orchideen Substrat*, das im Fachhandel oder im Baumarkt in der Gartenabteilung angeboten wird.

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Brassia maculata von Donald Macauley from Carshalton, Surrey, UK (OrchidUploaded by Amada44) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons
Brassia maculata von Donald Macauley from Carshalton, Surrey, UK (OrchidUploaded by Amada44) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

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